Der Unterschied zwischen konventionellen Hybriden und Plug-in-Hybriden: kurz erklärt!

Plug-In Hybrid


Aufladen eines Elektrofahrzeugs: die Grundlagen



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Übersicht


Der Sektor der Elektrofahrzeuge ist durch Akronyme und Fachbegriffe durchsetzt, die besser für einen Techniker geeignet sind als für eine Mutter, die ihre Kinder mit einem emissionsfreien und sparsamen Elektroauto zur Primarschule bringen will. Wir haben das Unmögliche möglich gemacht und die Fachbegriffe für Sie einfach und verständlich für Sie erklärt.

Vereinfacht ausgedrückt bedeutet “Hybrid”, “zwei sehr unterschiedliche Dinge zu kombinieren”. In der Welt der Automobilproduktion wird Hybrid (oder auch „Vollhybrid“) meist zur Beschreibung von zwei verschiedenen und getrennten Energiequellen verwendet, die das Fahrzeug antreiben.  Das konventionelle oder traditionelle Hybridfahrzeug, das manchmal einfach als “Hybrid” oder “Selbstaufladung” bezeichnet wird, gibt es seit mehr als zwei Jahrzehnten.


Hybrid oder Plug-In Hybrid?


Der häufig auf den Straßen zu beobachtende Toyota Prius zum Beispiel hat einen konventionellen Benzin- oder Dieselmotor als Hauptantriebsquelle.  Bei niedrigeren Geschwindigkeiten nutzt das Hybridfahrzeug jedoch die von einem Elektromotor und einer kleinen Batterie bereitgestellte Leistung, um den Kraftstoffverbrauch zu senken und die Umweltverschmutzung zu reduzieren. Das Fahrzeug ist für die Fortbewegung jedoch hauptsächlich auf den Benzin- oder Dieselmotor angewiesen.    

Toyota Prius Plug-In elektroauto Schweiz
Der Toyota Prius Hybrid (Quelle: Toyota)

Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge, auch als PHEVs (Plug-in Hybrid Electric Vehicle) bezeichnet, ähneln auf einer Ebene einem konventionellen Hybrid, d.h. das Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeug wird ebenfalls von zwei Quellen angetrieben, einem konventionellen Benzinmotor und einem Elektromotor mit Batterie. 

Ein PHEV hat jedoch die Fähigkeit, im “Rein elektrischen Modus” mit der Energie aus der Batterie über Entfernungen von in der Regel bis zu 50 Kilometer mit „Null-Emission“ zu fahren. Es ist eine weithin bekannte Tatsache, dass die durchschnittliche zurückgelegte Entfernung mit dem Auto in der Schweiz nur 40 Kilometer pro Tag beträgt. Ein durchschnittliches Fahrzeug in der Schweiz fährt zwischen 10.000 und 15.000 Kilometer pro Jahr, d.h. rund 40 Kilometer pro Tag. Diese Stecken können pro Tag meist emissionsfrei mit einem Plug-in Hybridfahrzeug zurückgelegt werden. Herkömmliche Hybride können solche Distanzen nicht mit reinem Elektromotor zurücklegen.

Auf der grundlegendsten Ebene besteht der Hauptunterschied zwischen einem konventionellen Hybrid und einem PHEV darin, dass bei einem PHEV die Batterie des Elektroautos durch eine externe Stromquelle aufgeladen werden kann, was bei einem konventionellen Hybrid nicht der Fall ist. Daher der Ausdruck “Plug-in” (englisch: „einstecken“). 

In einem konventionellen Hybrid wird die kleine Bordbatterie durch Speicherung der kinetischen Energie aus dem Abbremsen und Bremsen geladen („Rekuperation“). Fazit: Wenn Sie kein Ladekabel sehen, können Sie ziemlich sicher sein, dass es sich um einen konventionellen Hybrid handelt!

Ladekabel Elektroauto Typ 2 zu Typ 2
Ladekabel Typ 2 zu Typ 2 für Elektroautos

Außerdem hat ein PHEV eine viel größere und leistungsfähigere Batteriegröße (kWh) im Vergleich zu einem herkömmlichen Hybrid. Die kurzen Fahrten zum örtlichen Restaurant, zur Turnhalle, zum Lebensmittelgeschäft, zum Bahnhof usw. können in einem PHEV im Elektrobetrieb leicht und emissionsfrei durchgeführt werden. 

Der Hyundai IONIQ Plug-In-Hybrid mit Elektroantrieb hat zum Beispiel eine Reichweite von bis zu 40 Kilometer. Kein Grund zur Panik: Wenn die Batterie zur Neige geht, kehrt das Plug-In einfach automatisch in den Hybrid-/Benzin-Modus zurück.  Das IONIQ PHEV hat eine Reichweite von mehr als 700 Kilometer mit vollem Benzintank und voll aufgeladener Batterie.  Der Hybrid hat einen 1,6-Liter-Motor und eine 8,9-kWh-Lithium-Ionen-Batterie. 

Ja, die Batteriegröße eines Plug-in-Autos ist im Vergleich zu reinen Elektroautos, wie dem Renault Zoe, viel kleiner. In der e-Auto Modellreihe haben die meisten reinen Elektroautos eine Batteriegröße von mehr als 60 kWh, daher die größere elektrische Reichweite im Vergleich zu PHEVs.        

Ein Plug-in-Hybrid ist perfekt für eine Familie, die nicht über das Budget für ein teureres reines Elektroauto wie den Nissan Leaf verfügt, aber dennoch die Vorteile des elektrischen Fahrens nutzen möchte, einschließlich günstigeren Betriebskosten und geringerer Emissionen. Der IONIQ hat einen CO2-Ausstoß von 26 g/km, Effizienzklasse A+ und einen Verbrauch von 1,1 Liter pro 100 km (Quelle: Hyundai). 

Hyundai IONIQ Fließheck elektroauto
Hyundai IONIQ Plug-In-Hybrid (Quelle: Hyundai)

Die Einführung des konventionellen Hybrids wurde durch die Notwendigkeit für die Automobilhersteller beschleunigt, sparsamere und umweltfreundlichere Fahrzeuge zu entwickeln und einzuführen. Der Übergang von konventionellen Hybriden zu Plug-in-Hybriden war ein natürlicher Fortschritt auf diesem Weg zur Entwicklung effizienterer und umweltfreundlicherer Lösungen. 

Das PHEV war in dieser Hinsicht ein erfolgreicher Schritt. Allerdings werden konventionelle Hybride und PHEVs nach und nach auslaufen, da der Übergang zu 100% reinen Elektrofahrzeugen (e-Auto) immer schneller voranschreitet.  Die Abschaffung der staatlichen Anreize für Plug-in-Hybride wird die Käufer (Einzelverbraucher und Flottenbetreiber) weiter dazu veranlassen direkt von konventionellen Benzin-/Diesel-/ Hybridfahrzeugen zukünftig zu reinen e-Autos überzugehen.


Elektrofahrzeuge Zuhause aufladen: was kostet eine Ladung Strom durchschnittlich?
Batterie-Nettokapazität : 8,8 kWhCHF 1’76
Batterie-Nettokapazität : 11,6 kWhCHF 2’32
Batterie-Nettokapazität : 12,0 kWhCHF 2’40
Batterie-Nettokapazität : 13,1 kWhCHF 2’62
Batterie-Nettokapazität : 14,1 kWhCHF 2’82
  • Anmerkung 1: Die durchschnittlichen Kosten für Haushaltsstrom in der Schweiz variieren je nach Region, Anbieter und Art der verwendeten Energie. Ein Durchschnittswert für die Schweiz liegt bei rund 20,00 Rp./kWh.
  • Hinweis 2: Nicht alle Hersteller von Elektrofahrzeugen stellen die Daten zur Nettokapazität ihrer Batterien zur Verfügung, und in einigen Fällen wird bei der Angabe der Batteriekapazität nicht angegeben, ob es sich um eine Brutto- oder Nettokapazität handelt. Im Allgemeinen liegt die nutzbare Batteriekapazität zwischen 85% und 95% der verfügbaren Bruttokapazität.

Ladezeiten PHEV`s (Übersicht)
Langsames Laden AC (3 kW – 3,6 kW) :6 – 12 Stunden (abhängig von der Größe der Fahrzeugbatterie und dem SoC)
Schnelles Laden AC (7 kW – 22 kW) :3 – 8 Stunden (abhängig von der EV-Batteriegröße und dem SoC)
Schnellladung AC (43 kW) :0-80%: 20 Minuten bis 60 Minuten (abhängig von der EV-Batteriegröße und dem SoC)
  • Anmerkung 1: SoC: Ladezustand der Batterie
  • Anmerkung 2: AC Laden mit Wechselstrom (z.B. mit einer Wallbox)

Übersicht Schweizer Elektroauto Markt


Wie in vielen anderen europäischen Märkten ist auch in der Schweiz ein deutlicher Anstieg den Neuzulassung von Vollelektrofahrzeugen zu verzeichnen. Im Jahr 2019 ist der Markt für Elektrofahrzeuge (EV) in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahr um 84 % gestiegen. Im Jahr 2019 wurden 17.500 neue Elektrofahrzeuge im Land zugelassen, im Vergleich zu 9.500 im Jahr 2018. Im Jahr 2020 waren mehr als 14 % der verkauften Autos in der Schweiz batterie-elektrische Fahrzeuge (BEV) oder Plug-In Hybride (PHEV). Im Jahr 2021 deuten die Zahlen auf einen Anstieg auf über 15 % für alle Elektrofahrzeuge hin.

Vollelektroautos wie der meistverkaufte elektrische Renault Zoe, der vollelektrische Volkswagen ID.3, das Tesla Model 3, und der der Hyundai Kona sind führend bei der Einführung von E-Autos in der Schweiz. Weitere beliebte Elektroautos sind der Audi e-tron, der BMW i3, der vollelektrische Mini Cooper SE, der Tesla Model X, der Skoda Citygo iV und der Nissan LEAF.

Schweiz meistverkaufte Elektroautos 2020
Schweiz meistverkaufte Elektroautos 2020 (Quelle: technikblog.ch)

Eine Reihe ähnlicher globaler Faktoren hat die Einführung von Elektroautos in der Schweiz vorangetrieben, darunter staatliche Anreize und lokale kantonale Förderungen für den Kauf eines reinen Elektroautos (BEV), eine größere Auswahl an Elektrofahrzeugen, niedrigere Anschaffungskosten und die breitere umweltbewusste Verbraucherbewegung. Die Schweiz ist eines der führenden Länder beim Verkauf von reinen Elektrofahrzeugen mit Norwegen, Schweden, Frankreich und Deutschland.


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Author

Thomas

Thomas verfügt über umfassende Erfahrung in den Bereichen Innovation und Aufbau neuer Unternehmen. Er hat seine Führungsqualitäten in verschiedenen führenden globalen Organisationen unter Beweis gestellt, darunter der Mischkonzern 3M und Daimler-Benz Aerospace. Thomas hat eine starke Leidenschaft für Nachhaltigkeit und Umwelt. Er verfügt über ausgezeichnete Führungsqualitäten und hat über 15 Jahre internationale interdisziplinäre Teams geleitet. Thomas verfügt über eine erfolgreiche Erfolgsbilanz beim Aufbau und der Umsetzung neuer Geschäftsmodelle. Er ist Diplom Ingenieur für Medizintechnik und hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft (beides in München). Nach über 25 Jahren in einer erfolgreichen Karriere in aufsteigenden Positionen bei verschiedenen international tätigen Unternehmen hat Thomas im Sommer 2019 sein eigenes Beratungsunternehmen gegründet. Schwerpunkte der Beratung umfassen die zukunftsträchtigen Themengebiete Elektromobilität und Medizintechnik. Seit Sommer 2020 ist Thomas beratend aktiv in der Elektromobilität und befasst sich mit dem Aufbau von e-zoomed Deutschland, sowie der globale Marketingleitung von e-zoomed, einer der führenden Plattformen für Elektromobilität. Thomas und Ashvin Suri (Gründer von e-zoomed.com) verbindet eine gemeinsame Zeit der vertrauensvollen Zusammenarbeit als Geschäftspartner. Ein zweites Wirkungsfeld von Thomas ist die Beratung von Medizintechnikunternehmen, die sich im Bereich Strategie, Vertrieb, Marketing und Business Development weiterentwickeln wollen. Als Berater in der Medizintechnik kann Thomas auf fundierte Erfahrungen als international tätige Führungskraft in verschiedenen leitenden Funktionen zurückgreifen. 2014 bis 2019 war er mit dem Aufbau eines neuen Medical-Geschäfts als General Manager in der ARRI Gruppe betraut und der internationalen Einführung einer echten Innovation, des ersten volldigitalen 3D Operationsmikroskops, dem ARRISCOPE. Davor war Thomas 12 Jahre für den Technologiekonzern 3M im Healthcare-Business tätig. Als Key Account Manager baute er ein neues Geschäft für die automatisierte Herstellung von vollkeramischen Zahnersatz mit auf, als regionaler Vertriebsleiter hatte er maßgeblichen Einfluss auf die Umstrukturierung und Optimierung des Vertriebs bis er dann als Marketing Operations Manger Deutschland von 2007 bis 2011 die Aufgabe, das Marketing-Team in den „Driver-Seat“ der Organisation zu bringen, erfolgreich umgesetzt hatte. Dafür wurde Thomas und sein Team mit dem Global Sales und Marketing Professionalism Award ausgezeichnet, einem der höchst anerkannten 3M Awards. Von 2011 bis 2014 war Thomas als Global Brand Manager international mit dem Aufbau und der weltweiten Einführung innovativer 3M Marken tätig. Von 1997 bis 2002 war er an dem Aufbau von 2 Start Up Unternehmen beteiligt. Inflow Dynamics AG von 1997 – 1999, die als Unternehmenszweck die Herstellung innovativen Herzimplantaten hatte und später an Boston Scientific verkauft wurden und Tecsana GmbH, von 1999 bis 2002. Als Entwicklungsingenieur arbeitet er zu Beginn seiner Karriere von 1994 bis 1997 bei Daimler-Benz Aerospace im Bereich medizinische Laser und Applikatoren und hatte im Rahmen seiner Tätigkeit mehrere Patente eingereicht.

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