Sind Vollelektroautos eine neue Erfindung?

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Aufladen eines Elektrofahrzeugs: die Grundlagen



Übersicht


Die meisten denken, dass Elektroautos eine ganz neue Erfindung von Elon Musk, dem Gründer der Tesla Elektroautos, ist. In Wirklichkeit ist das Elektroauto eine Erfindung, die bis ins frühe 19. Jahrhundert zurückliegt.

Das erste Elektrofahrzeug wurde vor fast 200 Jahren, in den 1830er Jahren, von einem Schotten namens Robert Anderson entwickelt. Dieses Elektrofahrzeug war ein einfaches Modell und sicherlich nicht so raffiniert wie die heutigen Elektroautos auf der Straße, wie zum Beispiel der luxuriöse Jaguar I-PACE.

Praktischere Elektrofahrzeuge wurden jedoch später im 19. Jahrhundert erfunden. Viele wurde der Entwicklung des elektrischen Transports zugeschrieben, darunter dem Amerikaner Thomas Davenport, dem ungarischen Erfinder Anyos Jedlik und auch dem Professor Sibrandus Stratingh aus Holland.

Entwickelte Ferdinand Porsche, besser bekannt als der Gründer des Sportwagenherstellers Porsche, 1901 das erste Hybrid-Elektroauto der Welt, den Lohner-Porsche Mixte.


Historisches Elektrofahrzeug
Historisches Elektrofahrzeug

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Hatten die frühen Elektroautos wiederaufladbare Batterien?


Obwohl die allerersten Elektroautos noch keine wiederaufladbaren Batterien besaßen, wird es weiterhin dem französischen Physiker Gaston Plante zugeschrieben, im Jahr 1865 die ersten wiederaufladbaren Batterien für den Einsatz in Automobilen erfunden zu haben. Die heute führenden Hersteller von Batterien für Elektroautos, wie BYD, haben von der Arbeit von Plante profitiert, da die wiederaufladbaren Batterien für Elektrofahrzeuge die Attraktivität von Elektroautos deutlich erhöhen.


Wann wurde ein Elektroauto erstmals in Serie produziert?


Obwohl die frühen Elektroautos nicht, wie der leicht wieder erkennbare Nissan Leaf, in Massenproduktion hergestellt wurden, entwickelte William Morrison, ein Amerikaner aus Lowa, den „Morrison Electric“ und unterzeichnete 1891 einen Vertrag mit der American Battery Company zur Förderung des Morrison Electric und insbesondere der Morrison-Batterie.

Pferde gezogener Transport: Pferde-Bus
Pferde gezogener Transport: Pferde-Bus

In Anbetracht der Innovations-Geschichte von Elektroautos – Warum haben e-Autos nicht früher die Führung im Automarkt übernommen?


Obwohl Elektrofahrzeuge zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit einem Marktanteil von fast einem Drittel einen frühen Vorsprung hatten, änderte die Entdeckung des billigen Rohöls in Texas den Lauf der Automobilgeschichte. Mit der Einführung erschwinglicherer, in Massenproduktion hergestellter Benzinmodelle wie dem Ford Modell T, das 1908 von Henry Ford vorgestellt wurde, blieben elektrisch betriebene Fahrzeuge auf der Strecke.


Arten von Elektrofahrzeugen (EVs)


Elektrofahrzeug” ist ein Sammelbegriff, und zwar ein weit gefasster. Es gibt eine Reihe von verschiedenen Arten von Elektrofahrzeugen (EV) in der Schweiz, jedes mit seinen eigenen Eigenschaften und Vorteilen und entweder ganz oder teilweise mit elektrischer Energie betrieben und haben unterschiedliche Umweltauswirkungen. Dazu gehören:

  • BEVs: Batterie-elektrische Fahrzeuge (rein elektrisch)
  • PHEVs: Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeuge (Elektro- und Verbrennungsmotor (ICE) kombiniert)
  • MHEVs: Mildhybrid-Elektrofahrzeuge (Verbrennungsmotor (Benzin oder Diesel) zusammen mit regenerativem Bremsen)
  • FCEVs: Brennstoffzellen-Elektrofahrzeug (elektrisch mit Wasserstoff als Kraftstoff)

Batterieelektrische Fahrzeuge (BEVs), die auch als reine Elektrofahrzeuge oder Vollelektrofahrzeuge bezeichnet werden, werden vollständig mit Strom betrieben. Das bedeutet, dass das Fahrzeug keinen herkömmlichen Verbrennungsmotor hat. BEVs haben null Auspuffabgasemissionen und tragen zur Verbesserung der lokalen Luftqualität bei.

BEVs sind auch sehr wirtschaftlich zu fahren. Ein BEV kann bis zu 3 CHF pro hundert Kilometer kosten. Tatsächlich sind die beiden meistverkauften Elektrofahrzeuge in der Schweiz BEVs, der vollelektrische Volkswagen ID.3 und der vollelektrische Nissan Leaf. Ein BEV wird aufgeladen, indem das Elektrofahrzeug an eine spezielle Ladestation für Elektroautos angeschlossen wird (zu Hause oder an öffentlichen Ladestationen). BEVs sind gut geeignet für Menschen, die in Städten und urbanen Zentren leben. Natürlich sind batterieelektrische Fahrzeuge auch für Menschen geeignet, die in ländlichen Gegenden leben.

Der vollelektrische Nissan Leaf Schweiz
Der vollelektrische Nissan Leaf (Quelle: Nissan)

Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeuge (PHEVs) unterscheiden sich von batterieelektrischen Fahrzeugen (BEVs) dadurch, dass PHEVs sowohl einen herkömmlichen Verbrennungsmotor (ICE) als auch einen Elektromotor für den Antrieb nutzen. Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge kombinieren die Vorteile des elektrischen Antriebs und des Antriebs mit Verbrennungsmotor.

Auf kürzeren Strecken fährt das PHEV im Elektromodus emissionsfrei und nutzt dabei die eingebaute EV-Batterie und das regenerative Bremsen. Für längere Strecken schaltet das Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeug auf die Nutzung des Verbrennungsmotors um. Mit einem PHEV kann das Fahrzeug im e-Modus zu Kosten von nur ca. 3 CHF pro hundert Kilometer gefahren werden, ohne jegliche Abgasbelastung, und es kann auch über längere Strecken gefahren werden, ohne die bekannte Reichweitenangst! Die meisten PHEVs haben eine EV-Batterie von bis zu 15 kWh und können eine emissionsfreie elektrische Reichweite von bis zu 50 Kilometern erreichen. Kein Wunder, dass PHEVs in der Schweiz und weltweit schnell an Beliebtheit gewinnen. Wie ein BEV wird auch das Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeug über eine externe Stromquelle (Wallbox) aufgeladen und wird daher auch Steckerfahrzeug genannt.

PHEVs sind für diejenigen geeignet, die regelmäßig lange Strecken fahren, aber die negativen Auswirkungen auf die Umwelt durch Auspuffverschmutzung verringern möchten. PHEVs sind auch für Einzelpersonen und Familien geeignet, die durch elektrisches Fahren Geld sparen wollen. Der Range Rover Velar PHEV und der Volkswagen Golf 8 sind gute Beispiele für PHEVs.


Übersicht Schweizer Elektroauto Markt


Wie in vielen anderen europäischen Märkten ist auch in der Schweiz ein deutlicher Anstieg des elektrischen Fahrens zu verzeichnen. Im Jahr 2019 ist der Markt für Elektrofahrzeuge (EV) in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahr um 84 % gestiegen. Im Jahr 2019 wurden 17.500 neue Elektrofahrzeuge im Land zugelassen, im Vergleich zu 9.500 im Jahr 2018. Im Jahr 2020 waren mehr als 14 % der verkauften Autos in der Schweiz elektrisch. Im Jahr 2021 deuten die Zahlen auf einen Anstieg auf über 15 % für alle Elektrofahrzeuge hin, wobei reine Elektrofahrzeuge bei 7,7 % liegen.

Eine Reihe ähnlicher globaler Faktoren hat die Einführung von Elektroautos in der Schweiz vorangetrieben, darunter lokale staatliche Anreize für den Kauf eines Elektroautos, eine größere Auswahl an Elektrofahrzeugen, niedrigere Anschaffungskosten und die breitere umweltbewusste Verbraucherbewegung. Die Schweiz liegt beim Anteil der Neuzulassung 2020 von Vollelektrofahrzeugen mit 8,2 % auf Platz 1, vor Frankreich (6,7%) und und Deutschland (6,6%).

Reine Elektroautos wie das meistverkaufte elektrische Renault Zoe, der vollelektrische Volkswagen ID.3 und das Tesla Model 3 EV sind führend bei der Einführung von e-Fahrzeugen in der Schweiz. Weitere in der Schweiz beliebte Elektroautos sind der Fiat 500e electric, der Volvo XC40 electric SUV, Polestar 2, der vollelektrische Porsche Taycan und der Hyundai Kona EV.


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Author

Thomas

Thomas verfügt über umfassende Erfahrung in den Bereichen Innovation und Aufbau neuer Unternehmen. Er hat seine Führungsqualitäten in verschiedenen führenden globalen Organisationen unter Beweis gestellt, darunter der Mischkonzern 3M und Daimler-Benz Aerospace. Thomas hat eine starke Leidenschaft für Nachhaltigkeit und Umwelt. Er verfügt über ausgezeichnete Führungsqualitäten und hat über 15 Jahre internationale interdisziplinäre Teams geleitet. Thomas verfügt über eine erfolgreiche Erfolgsbilanz beim Aufbau und der Umsetzung neuer Geschäftsmodelle. Er ist Diplom Ingenieur für Medizintechnik und hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft (beides in München). Nach über 25 Jahren in einer erfolgreichen Karriere in aufsteigenden Positionen bei verschiedenen international tätigen Unternehmen hat Thomas im Sommer 2019 sein eigenes Beratungsunternehmen gegründet. Schwerpunkte der Beratung umfassen die zukunftsträchtigen Themengebiete Elektromobilität und Medizintechnik. Seit Sommer 2020 ist Thomas beratend aktiv in der Elektromobilität und befasst sich mit dem Aufbau von e-zoomed Deutschland, sowie der globale Marketingleitung von e-zoomed, einer der führenden Plattformen für Elektromobilität. Thomas und Ashvin Suri (Gründer von e-zoomed.com) verbindet eine gemeinsame Zeit der vertrauensvollen Zusammenarbeit als Geschäftspartner. Ein zweites Wirkungsfeld von Thomas ist die Beratung von Medizintechnikunternehmen, die sich im Bereich Strategie, Vertrieb, Marketing und Business Development weiterentwickeln wollen. Als Berater in der Medizintechnik kann Thomas auf fundierte Erfahrungen als international tätige Führungskraft in verschiedenen leitenden Funktionen zurückgreifen. 2014 bis 2019 war er mit dem Aufbau eines neuen Medical-Geschäfts als General Manager in der ARRI Gruppe betraut und der internationalen Einführung einer echten Innovation, des ersten volldigitalen 3D Operationsmikroskops, dem ARRISCOPE. Davor war Thomas 12 Jahre für den Technologiekonzern 3M im Healthcare-Business tätig. Als Key Account Manager baute er ein neues Geschäft für die automatisierte Herstellung von vollkeramischen Zahnersatz mit auf, als regionaler Vertriebsleiter hatte er maßgeblichen Einfluss auf die Umstrukturierung und Optimierung des Vertriebs bis er dann als Marketing Operations Manger Deutschland von 2007 bis 2011 die Aufgabe, das Marketing-Team in den „Driver-Seat“ der Organisation zu bringen, erfolgreich umgesetzt hatte. Dafür wurde Thomas und sein Team mit dem Global Sales und Marketing Professionalism Award ausgezeichnet, einem der höchst anerkannten 3M Awards. Von 2011 bis 2014 war Thomas als Global Brand Manager international mit dem Aufbau und der weltweiten Einführung innovativer 3M Marken tätig. Von 1997 bis 2002 war er an dem Aufbau von 2 Start Up Unternehmen beteiligt. Inflow Dynamics AG von 1997 – 1999, die als Unternehmenszweck die Herstellung innovativen Herzimplantaten hatte und später an Boston Scientific verkauft wurden und Tecsana GmbH, von 1999 bis 2002. Als Entwicklungsingenieur arbeitet er zu Beginn seiner Karriere von 1994 bis 1997 bei Daimler-Benz Aerospace im Bereich medizinische Laser und Applikatoren und hatte im Rahmen seiner Tätigkeit mehrere Patente eingereicht.

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